ANSPRECHPARTNER

Klaus Wehrmann
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Aufgaben:

Straßenbeleuchtung, Baugenehmigung, Bauherrenberatung, Umweltförderprogramm, Aufgrabungen im öffentlichen Straßenraum, Kaufpreissammlung, Weihnachtsmarkt, Spielplätze, Gewerbeschau, Führung Ökokonto

Klimaschutz als politisches Handlungsziel der kommunalen Daseinsfürsorge

Neuauflage des Umweltförderprogramms als kommunaler Beitrag zum Klimaschutz
Verfünffachung des Förderrahmens, Verdoppelung der Höchstgrenze und Fördermaßnahmen sowie Erweiterung der Fördermöglichkeiten
 

Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung vom 30.05.2016 einstimmig den Klimaschutz als ein politisches Handlungsziel der kommunalen Daseinsfürsorge eingestuft. Der gemeindliche Beitrag zum Klimaschutz wird über eine Förderliste zur Emissionsminderung getätigt.

Aus den CO2-Bilanzen ist bekannt, dass die privaten Haushalte mit ca. 40 % die zweitgrößte Menge Treibhausgas ausstoßen. An dieser Stelle wird die Gemeinde mit den neuen Förderrichtlinien für die Jahre 2017 bis 2019 aus dem überarbeiteten und ergänzten Umweltförderprogramm ansetzen. Die finanziellen Anreize sollen dazu beitragen, den privaten CO2-Ausstoß zu verringern. Schwerpunkt der überarbeiteten Förderrichtlinie ist die Förderung der Umstellung auf eine ökologische und innovative zukunftsweisende Heiztechnik, sowie energiesparendes Verhalten.
 
Um verstärkt umweltfreundliche Technologien einzusetzen und hierfür lokales Handeln zu generieren werden künftig folgende Maßnahmen gefördert:
 
- der Einbau von kontrollierten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (nur im privaten Wohnungsbau und nur mit Baugenehmigung vor 1995)
 
- thermische Solaranlagen - Brauchwassererwärmung
(nur im privaten Wohnungsbau und nur mit Baugenehmigung vor 1995)
 
- Heizungserneuerung
 

- Einsatz von erneuerbaren Energieträgern wie Pellet-, Hackschnitzel-, Biogas- und Holzvergaserheizungen
 
- Errichtung von Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung (nur im privaten Wohnungsbau)

- Fenstererneuerungen (wenn diese älter als 20 Jahre sind)
 
- Gebäudedämmung (wenn das Gebäude älter als 15 Jahre ist)
 
Neu ist die Aufnahme eines Energieeinsparungsprogramms in die Umweltförderrichtlinien. Hier wird energiesparendes und klimaschützendes Verhalten für folgende Maßnahmen gefördert:
 
- Anschaffung von Elektrogeräten mit Effizienzklasse A ++ oder besser
- Nutzung von ÖPNV Angeboten
- Umrüstung eines bestehenden Kfz auf Gas
- Kauf eines Neuwagens mit durchschnittlichem CO2-Ausstoß der geringer ist als 110g/km
 
Jede Bürgerin und jeder Bürger, der so im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Programms nachweislich eine Tonne CO2 eingespart hat, erhält von der Gemeinde einen Bonus in Höhe von 100 €.
 
Darüber hinaus bleiben die Förderprogramme Renaturierungsprogramm (Flächenentsiegelung und Bepflanzungsmaßnahmen), Trinkwasser und Grundwasserschutzprogramm (Zisternenbau) bestehen. Neu sind die zusätzliche Förderung bei Wasserentnahme für hausinterne Verbrauchsanlagen und der Wegfall einer vorgeschriebenen Pflanzliste.
 
30.000 € beträgt der jährliche Gesamtförderrahmen, 1.500 € die Förderhöchstgrenze für sämtliche Maßnahmen pro Jahr und Antragsteller.
 
Wer also in den nächsten drei Jahren eine der aufgeführten Maßnahmen plant, kann hierfür - unabhängig von anderen Zuschussgebern - von der Gemeinde einen Zuschuss für seinen Beitrag zum Klimaschutz erhalten. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht, bei Programmüberzeichnung gilt das Windhund-Prinzip und somit das Datum des Eingangs des Antrages.

Ökologische Modellgemeinde Dauchingen

Die Gemeinde Dauchingen wurde 1996 vom Land Baden-Württemberg als sechste Gemeinde zur "Ökologischen Modellgemeinde" ernannt und war fünf Jahre im Förderprogramm der modellhaften Gemeinden Baden-Württemberg vertreten.

Bank vor Bäumen

Durch Beschluss des Gemeinderats vom 18.12.1995 stellt die Gemeinde Dauchingen die Erhaltung der natürlichen Ressourcen Wasser, Boden und Luft in den Blickpunkt ihres langfristigen kommunalen Denkens und Handelns.

Das Ziel war eine ganzheitliche ökologische Gemeindeentwicklung zu fördern. Deshalb hat der Gemeinderat Dauchingen folgende Themenschwerpunkte festgelegt:

  • Umweltgerechte Freiflächengestaltung
  • Biotopvernetzung
  • Umweltgerechte Gebäudemodernisierung
  • Umweltgerechte Verkehrsgestaltung
  • Ökologische Bauleitplanung mit Auflegung eines Umweltförderprogramms

Aus diesen Handlungsfeldern wurden Einzelmaßnahmen, wie in einer Projektliste näher beschrieben, herausgegriffen und sukzessive entsprechend der finanziellen Leistungsfähigkeit umgesetzt.

In der rechten Spalte finden Sie eine Übersicht über die seit 1997 geförderten Maßnahmen. Außerdem ist das aktuelle, kommunale Umweltförderprogramm mit den Förderrichtlinien und ein Förderantrag aufgeführt.

 
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